Siegener Zeitung: Der Stadtgarten gedeiht prima

Die Siegener Zeitung hat am 29.05.2013 einen Folgeartikel über uns geschrieben. Hier die Originalquelle, hier der Textauszug:

Siegen. Das Projekt „Urban Gardening“ am Efferstufer, das die Siegener Zeitung vor rund einem Monat vorstellte ist gewachsen. 15 Aktive kümmern sich um Blumen, Radieschen & Co.

mir – Erster offizieller Tag am 20. April, da war es noch kalt und kahl auf dem städtischen Grundstück am Effertsufer. Keine Spur von einem grünen, blühenden Stadtgarten im Stil des „Urban Gardening“. Drei junge Leute wollten diese Idee in Siegen etablieren und warteten auf Nachbarn und andere Sympathisanten. Viele kamen und schauten, geblieben ist ein Kern von 15 Aktiven. Alles Leute mit einem „grünen Daumen“, mit Ideen und Materialien, die verwendet werden könnten. Ein paar Skeptiker hat es auf der Hammerhütte gegeben. Denen war es zu unordentlich, vor dem Tor abgestellte Dinge galten ihnen als Müll.

Viele Unterstützer haben Materialien gebracht

Am Dienstag nutzte die SZ den sonnigen Nachmittag, um mit Maike Arnold, einer der Initiatorinnen, eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen. Unterstützer gibt es viele. Etwa den Heimatverein Achenbach. Der hat eine kleine Hütte zugesagt. Wäre eine prima Ergänzung zum Zeltdach, unter dem die Gartenleute vom Effertsufer jetzt sitzen müssen. Und Paletten hat die Gruppe einige aus Wilnsdorf bekommen, ein Unternehmen unterstützt die Aktion genauso wie die Sparkasse Siegen. Anwohner haben Pflanzenspenden vorbeigebracht. Und Sonnenblumen natürlich. Aufgeschnittene Plastiktanks liegen seit vorgestern bereit. „Da machen wir ein paar Löcher rein, damit das Wasser abfließen kann. Ansonsten sind das prima Pflanzbehälter“, sprudelt es aus Maike Arnold heraus.

Keine Farbe mehr im Salat

Der Mist vom Pferdehof hat schon reichlich Eingang in die Hochbeete gefunden, ein kleiner Rest wartet auf die Verwertung. Die Bohnen gedeihen ganz besonders und blühen, die erste Mangold-Ernte hat es auch schon gegeben. Möhren und Radieschen brauchen noch viel Zeit, der Salat ist leider im stauenden Wasser verblichen. Hinter einem Gebüsch gibt es mittlerweile einen Komposthaufen. Maike Arnold: „Es gibt einige Anwohner, die haben keinen eigenen Garten. Die bringen ihren Biomüll hierhin.“

Esteban hat ein Fenster mitgebracht

Weiter unten im grasigen Gelände haben die selbst ernannten Stadtgärtner ein gebrauchtes Fenster aufgeständert. „Der Esteban hat das mitgebracht“, freut sich Maike Arnold. Ganz stolz ist die Gruppe über die beiden Bänke. Nicht groß, aber selbst gezimmert aus Holzlatten. Und stabil, um mit ein paar Leuten rund um einen kleinen Grill zu sitzen.

Das gegenüberliegende Ufer wurde gereinigt

Neulich an einem Samstag gab es wenig Zeit zum Ruhen. Der Blick vom „Urban Gardening“ über die Sieg hinüber zum anderen Ufer erfreute kein Auge. Überall Müll. Die Gartenleute holten sich zehn große Mülltüten und säuberten das jenseitige Ufer. Ein Anruf bei der Stadtreinigung genügte, und der Unrat wurde abgeholt. Wer so viel auf dem städtischen Grundstück gärtnert, der hat bald noch mehr vorzuzeigen. Am 10. Juli wird eine Expertengruppe am Effertsufer vorbeischauen: Mit der Aktion „Siegen blüht auf!“ bewirbt sich die Stadt Siegen erstmals beim Bundeswettbewerb „Entente Florale“. Ein Wettbewerb für mehr Grün und Lebensqualität, das Spontan-Projekt „Urban Gardening“ soll auch die Fachjury von den Siegener Vorzügen überzeugen, so hört man.

Esteban Shure Avatar
Von: Esteban Shure

Ich bin der in Siegen gärtnernde Teil des Shure-Clans. Schick' deinen Kommentar an e [dot] shure [at] transition [minus] siegen [dot] de . Merci!
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